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Andersen, Jep Nissen
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Im Karl-Mahnke Theaterverlag erschienen:
"Kunzert in Dippelshagen"
Vita:
Geboren am 28.09.1896 in Rauberg (Rugbjerg) im Kreis Apenrade; Mutter- bzw. Vater-sprache war "Kartoffeldansk", also Platt-Dänisch. Erst als sechsjähriger Schüler lernte er Deutsch. Nach der Abstimmung über den Grenzverlauf verließ Andersen 1920 Nordschleswig und war zuerst als Junglehrer in der Rendsburger Gegend, ab 1922 dann auf der Insel Fehmarn ansässig. Dort verbrachte er den größten Teil seines Lebens als "Schoolmeister" einer einklassigen Dorfschule, in der er mit seiner Familie auch wohnte, und als überzeugter Fehmaraner, dessen schriftstellerische Arbeiten sehr wesentlich in der Liebe zum "Knuust", wie die Insel im Volksmund hieß, wurzelten. Plattdeutsch hatte er sich mittlerweile autodidaktisch beigebracht; erste Veröffentlichungen von Kurzgeschichten trugen ab den 20er Jahren ebenso zur Aufbesserung des Einkommens bei wie die naturalistischen Landschaftsbilder, die er - oft im Auftrag wohlhabender Bauern - malte.
Bekanntestes Werk ist bis heute die Komödie "Kunzert in Dippelshagen", die als Theaterstück und Hörspiel über Jahrzehnte aufgeführt und gesendet wurde und 1964 auch in einer hochdeutschen Fernseh-Fassung ("Konzert im Dorf") zu sehen war. Nach seiner Pensionierung 1962 nach Itzehoe umgezogen, widmete sich Andersen ganz dem Schreiben und Malen sowie regelmäßigen Vortragsreisen und Lesungen. Er verstarb in Itzehoe am 01.04.1974. Drei Hörspiele wurden noch nach seinem Tod erstmals gesendet.

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